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Weihnachtsbasteln mit Kindern: 18 Ideen von schnell bis basartauglich

Achtzehn erprobte Weihnachtsbastelideen nach Material sortiert — mit Zeitangabe, Altersempfehlung und ehrlicher Notiz, was Kinder wirklich selbst schaffen. Plus Salzteig-Grundrezept, Basar-Komposition und ein Bastel-Adventskalender.

Weihnachtsbasteln mit Kindern: 18 Ideen von schnell bis basartauglich

Der Dezember macht aus jeder Familie eine kleine Manufaktur: Die Kita kündigt den Weihnachtsbasar an, die Grundschule sammelt für den Adventsverkauf, der Baum verlangt nach «etwas Selbstgemachtem», und Oma freut sich über ein Geschenk aus Enkelhand mehr als über jeden Gutschein. Hier ist unsere große Sammlung fürs Weihnachtsbasteln mit Kindern — achtzehn Ideen für alle diese Fälle, nach Material gruppiert, mit Schritten, Zeit und der Altersangabe, ab der ein Kind die Arbeit selbst macht statt nur zuzusehen, wie Mama bastelt.

Die Einkaufsliste für den ganzen Dezember ist bescheiden: Ton- und Bastelpapier, Bastelkleber und Klebestift, Watte und Wattepads, ein paar Zapfen vom Spaziergang, Klopapier- und Küchenrollen, Nudeln in lustigen Formen, Wolle, Salz und Glitzer. Alles Weitere nach Lust und Vorratslage. Ein Organisations-Geheimnis vorweg: Richten Sie eine «Werkstattkiste» ein, in der dieser Schatz gesammelt wohnt — die Hälfte aller gescheiterten Bastelabende scheitert nicht an Lust, sondern an zwanzig Minuten Kleber-Suche durch alle Schubladen.

Tannenbäume: fünf Varianten für alle Alter

Baum aus Handabdrücken (ab 2, 30 Minuten). Kinderhand auf grünem Papier umfahren — fünfzehn bis zwanzig Mal —, ausschneiden (Erwachsener oder Kind ab 4–5), auf einen Kartonkegel oder ein flaches Dreieck reihenweise von unten nach oben kleben, «Finger» nach unten: fertig sind buschige Zweige. Gelber Papierstern obendrauf, fertig. Nebenbei entsteht ein Zeitdokument: die exakte Handgröße genau dieses Winters — der Vergleich rührt in zwei Jahren die ganze Familie, versprochen.

Faden-Baum (ab 5, 40 Minuten plus Nacht zum Trocknen). Einen Papierkegel mit kleisterfeuchten Wollfäden umwickeln, über Nacht trocknen lassen, Kegel herausziehen — übrig bleibt ein filigranes Fadenbäumchen. Kinder lieben den «Zauber-Moment» des Herauslösens. Erwachsenenpart: Kegel bauen und Kleister anrühren; Kinderpart: das komplette Wickeln.

Filigraner Tannenbaum aus Faden und Kleister — Weihnachtsbastelei
Der Faden-Baum nach dem Herauslösen des Kegels: für diesen Moment lohnt sich alles

Zapfen-Bäumchen (ab 3, 15 Minuten). Einen offenen Zapfen grün bemalen (oder naturbelassen lassen — beides wirkt), Klebertropfen auf die Schuppenspitzen — das ist der «Schnee» —, Glitzer oder Grieß darüber, eine Perle als Stern auf die Spitze. Drei solche Bäumchen auf einem Deckel-Sockel ergeben einen fertigen «Winterwald» für den Basar.

Zapfen-Bäumchen mit Glitzerschnee auf Wattesockel — kleiner Winterwald
Der Winterwald aus drei Zapfen: eine Viertelstunde pro Bäumchen

Nudel-Baum (ab 4, 30 Minuten). Farfalle oder Federn reihenweise auf einen Kartonkegel kleben, nach dem Trocknen gold oder grün besprühen (sprühen ist Balkon- und Erwachsenensache). Sieht teuer aus, kostet Centbeträge.

Bäumchen-Girlande (ab 3, 20 Minuten). Grünen Papierstreifen ziehharmonikaartig falten, halben Baum an der Faltkante aufmalen, ausschneiden — und eine Kette händchenhaltender Bäumchen entfaltet sich. Kinder produzieren so etwas meterweise; das eigene Fenster mit eigener Girlande ist ein Stolz, nach dem jeder Gast fragen muss.

Schneemänner ohne Schnee

Wattepad-Schneemann (ab 2, 20 Minuten). Drei Pads auf blauen Karton, Augen und Knöpfe aus Kneteperlen, Papier-Möhrennase, schwarzer Papierhut. Die erste Winterbastelei des Zweijährigen: Alles klebt sich mit großen Bewegungen und verzeiht jede Ungenauigkeit.

Schneemann aus Wattepads auf blauem Karton — Bastelei für die Kleinsten
Der Wattepad-Schneemann — erste Winterklebearbeit, komplett in Kinderhand

Socken-Schneemann (ab 5, 40 Minuten). Eine weiße Socke (endlich ein Job für die Single-Socken der Waschmaschine) mit Reis oder Watte füllen, mit Faden «Hals» und «Taille» abbinden, das obere Drittel als Mütze umschlagen. Perlenaugen näht der Erwachsene an, das Schal-Läppchen bindet das Kind. Lebt jahrelang und zieht jeden Dezember wieder aus der Kiste ein.

Klorollen-Schneemann (ab 3, 25 Minuten). Rolle weiß bemalen, Papiergesicht aufkleben, Zweig-Ärmchen in vorgestochene Löcher (vorstechen: Erwachsener). Eine Batterie verschieden großer Rollen-Schneemänner ergibt eine fertige Fensterbank-Truppe.

Baumschmuck selbst gemacht

Fadensterne und -kugeln (ab 5, 30 Minuten plus Trocknen). Einen kleinen Luftballon apfelgroß aufblasen, mit Kleisterfäden umwickeln, nach dem Trocknen den Ballon anpiksen und herausziehen — eine leichte Gitterkugel bleibt. Dieselbe Technik wie beim Faden-Baum, also sinnvoll in einer Werkstatt-Session.

Salzteig-Anhänger (ab 3, eine Stunde plus Trocknen plus Bemalen). Das Rezept, das nie enttäuscht: eine Tasse Mehl, eine halbe Tasse Salz, eine halbe Tasse Wasser. Kneten, ausrollen, mit Plätzchenformen Sterne und Bäume ausstechen, Loch mit dem Strohhalm, zwei Tage Heizung oder zwei, drei Stunden Ofen bei kleiner Hitze, dann mit Wasserfarben bemalen. Eine Teigportion ergibt einen ganzen Abend Beschäftigung und ein Dutzend Anhänger — Jahreszahl auf die Rückseite ritzen nicht vergessen!

Bemalte Salzteig-Anhänger mit Bändern — selbst gemachter Baumschmuck
Salzteig: Mehl, Salz, Wasser — und ein Dutzend Anhänger fürs Familienarchiv

Bügelperlen-Kristalle (Schulkinder, 30 Minuten, Bügeln nur Erwachsene). Transparente Bügelperlen in Stern-Steckplatten legen, bügeln lassen, Loch bohren, Band durch — im Baumlicht wirken sie wie Eis. Der «Wow-Effekt» ist garantiert; alles Heiße bleibt in Erwachsenenhand.

Fenster und Girlanden

Papierketten (ab 3, 30 Minuten pro Meter). Bunte Streifen zu Ringen kleben, jeder neue durch den vorigen gefädelt. Meditationsarbeit, die ein Dreijähriges in zwei Minuten begreift und endlos fortsetzt — nebenbei trainiert es Zählen, Feinmotorik und Musterfolgen («rot — grün — gold»). Profi-Variante für Geschwister: Jeder baut seine Farbfolge, am Ende werden die Ketten zur Familien-Girlande verbunden — Streit um «wessen ist länger» inklusive, aber lösbar.

Echte Sechszack-Schneeflocken (ab 5, ab 15 Minuten). Das Geheimnis der richtigen Schneeflocke steckt im Falten: Quadrat zum Dreieck, dann in Drittel — erst dann schneiden. Die ersten Flocken nach aufgemalten Linien, danach beginnt das Kind eigene zu erfinden, und genau da entstehen die Meisterwerke. Die Ernte an Fäden vors Fenster: Schneefall im Wohnzimmer.

Fensterbilder mit Zahnpasta-Schnee (ab 3, 20 Minuten). Pappschablonen (Baum, Stern, Haus) ans Glas halten, mit einem Schwamm und verdünnter Zahnpasta oder weißer Abtönfarbe mit einem Tropfen Spüli tupfen. Im Januar wischt sich beides rückstandslos weg. Den Kleinsten gehört der «Schneefall»: getupfte Punkte über die ganze untere Scheibe — Gleichmäßigkeit ist ausdrücklich nicht das Ziel.

Geschenke aus Kinderhand

Karte mit Überraschungs-Baum (ab 4, 25 Minuten). Drei grüne Rechtecke ziehharmonikaartig falten, treppenförmig in eine Klappkarte kleben — beim Öffnen springt der Baum auf. Innen schreibt oder diktiert das Kind den Gruß: Krakelschrift ist die beste Schriftart für Omas Kühlschranktür.

Schnee-Windlicht (ab 4, 30 Minuten). Ein Glas mit Kleber bestreichen, in grobem Salz oder Grieß wälzen — «Raureif» —, elektrisches Teelicht hinein (echte Flammen haben in Kinderbasteleien nichts verloren), Band um den Hals: fertig ist das Geschenk.

Schnee-Windlicht aus Glas und Salz mit elektrischem Teelicht
Das Windlicht aus Glas und Salz: innen leuchtet nur die elektrische Kerze

Foto-Glitzerkugel (ab 5, 20 Minuten). Eine transparente Bastelkugel aus dem Bastelbedarf, hinein ein kleines Foto des Kindes, Glitzer und Konfetti, zu, Band dran. In zehn Jahren hängt genau diese Kugel als Erste am Baum.

Naschwerkstatt: essbare Geschenke

Die Mischung aus Küche und Bastelei ist das Genre, das Kinder am meisten lieben — das Ergebnis darf gegessen oder mit «hab ich selbst gemacht» verschenkt werden. Lebkuchen oder Butterplätzchen (ab 5, ein Abend): Teig gemeinsam, Ausstechen und Zuckerguss-Verzieren sind komplett Kindersache, der Ofen Ihre; ein Stapel Plätzchen im Klarsichtbeutel mit Band ist das fertige Mitbringsel für Erzieherin oder Nachbarn. Marshmallow-Schneemann (ab 3, 15 Minuten): drei Marshmallows auf einen Holzspieß gefädelt, Nase aus einem Stückchen getrockneter Aprikose, Schal aus Fruchtgummi-Band — eine Tischdeko, die ein Dreijähriges komplett ohne gefährliche Operationen baut und hinterher feierlich verspeist. Keks-Häuschen (Schulkinder, eine Stunde): Butterkeks-«Balken» mit dickem Zuckerguss verkleben, Puderzucker-Schnee aufs Dach — und Vorrat einplanen, der kleine Bruder isst erfahrungsgemäß das Fundament vor der Fertigstellung.

Weihnachtsbasteln in der Grundschule: Serien-Ideen

Für Klassenzimmer und Hort gelten eigene Gesetze: fünfundzwanzig Kinder, fünfundvierzig Minuten, begrenztes Material. Bewährt haben sich Serien-Basteleien, bei denen jeder Schritt einfach ist und trotzdem jedes Ergebnis anders aussieht. Die Papierketten-Fabrik: Jede Bank produziert einen Meter, am Ende schmückt die Gemeinschaftskette das ganze Klassenzimmer — nebenbei eine schöne Übung im Zusammenarbeiten. Die Schneeflocken-Ausstellung: gleiche Falttechnik für alle, freies Schneiden für jeden — kein Blatt gleicht dem anderen, und genau das ist die Pointe. Salzteig funktioniert auch in der Klasse, wenn der Teig fertig geknetet ankommt und die Anhänger zum Trocknen liegen bleiben; bemalt wird in der Folgestunde. Und für den Wichtelmarkt: Zapfen-Wichtel in Serie — zwanzig Zapfen, Filzreste, Wattebärte, eine Doppelstunde.

Ein Wort zu Vorlagen: Kostenlose Schablonen für Fensterbilder, Faltsterne und Ausstech-Formen ersparen viel Vorzeichnen — ausdrucken, auf Karton kleben, ausschneiden lassen. Für Kita-Alter wählen Sie Vorlagen mit dicken, einfachen Konturen; filigrane Scherenschnitt-Motive sind Schulkind-Territorium und mit Bastelmesser ohnehin reine Erwachsenen- oder Ab-neun-Sache.

Glitzer, Kleister, Chaos: Überlebensregeln für die Küche

Ehrliche Werkstatt-Logistik entscheidet, ob es einen zweiten Bastelabend gibt. Unterlage zuerst: eine aufgeschnittene Mülltüte oder ein altes Wachstuch macht aus jedem Tisch eine Werkbank, die in dreißig Sekunden geräumt ist. Glitzer wird nicht gestreut, sondern getaucht: Klebefläche in eine flache Schale mit Glitzer drücken — neunzig Prozent weniger Funkeln im Teppich. Kleister und Farben in Schraubgläser statt offener Becher — umgestoßen wird garantiert, die Frage ist nur, was dann passiert. Ein feuchter Lappen liegt IN Reichweite, nicht in der Küche nebenan. Und die goldene Schlussregel: Aufräumen gehört zur Bastelei und geschieht gemeinsam — Kinder, die nur den schönen Teil kennen, halten Werkstätten für Zauberorte mit Personal.

Die Basar-Komposition «Winterhäuschen»

Wenn die Kita ein «Ausstellungsstück» wünscht, bauen Sie eine Komposition: Sie wirkt gewichtiger als jede Einzelfigur — und besteht ehrlich aus drei einfachen Basteleien auf einer Platte.

  1. Häuschen bauen

    Ein Tee- oder Milchkarton, mit weißem Papier beklebt, ergibt die Wände; das Dach ein gefalteter Karton. Fenster und Tür malt und klebt das Kind.

  2. Einschneien

    Dach und «Boden» mit Kleber bestreichen und mit Watte, Salz oder Grieß bestreuen. Die Lieblingsoperation aller Kinder — nicht wegnehmen.

  3. Wald und Bewohner einsetzen

    Ein Zapfen-Bäumchen neben das Haus, ein Wattekugel-Schneemann, eine Salzteig-Figur oder ein Überraschungsei-Tier als Held.

  4. Licht und Schild

    Eine Mini-Lichterkette oder ein elektrisches Teelicht hinters Fenster — und die Komposition spielt auf dem Basar in der ersten Reihe; Name und Gruppe aufs Sockel-Schild.

Basteln mit Naturmaterial: der Wintervorrat

Wer im Herbst gesammelt hat, bastelt im Dezember fast gratis weiter — und Naturmaterial schlägt auf jedem Basar die Glitzerschaum-Konkurrenz. Zapfen sind die Universalwährung: als Bäumchen, Wichtel, oder mit weißer Farbe an den Spitzen als «verschneite» Kranz-Füllung. Kastanien werden zu Rentier-Köpfen mit Zweig-Geweih oder zu Zählsteinen im Säckchen als Vorschul-Geschenk. Walnuss-Hälften verwandeln sich in Mini-Wiegen fürs Krippenspiel oder in kleine Segelboote mit Papiersegel als Baumschmuck. Zimtstangen, Orangenscheiben (zwei Tage auf der Heizung getrocknet) und Sternanis ergeben Duftanhänger, die gleichzeitig Deko und Geschenk sind — Band durch, fertig. Und Zweige: Drei gerade Stöcke, zur Tanne gebunden und mit einer Mini-Lichterkette umwickelt, sind die minimalistischste Wand-Weihnacht, die ein Fünfjähriges komplett selbst bauen kann.

Der Sammel-Spaziergang im Dezember hat übrigens eigenen Wert: Frost-Zapfen, rote Beeren, immergrüne Zweige — die Ausbeute ist anders als im Oktober, und die Vorfreude läuft mit. Nur bei Beeren gilt: schauen ja, für Basteleien mit Kleinkindern besser Filzkugeln statt echter Beeren — was rot und rund ist, landet erfahrungsgemäß im Mund.

Fehlkäufe vermeiden: was Sie NICHT brauchen

Die Bastelabteilung im Dezember ist eine Verführungsmaschine — hier die ehrliche Streichliste. Bastel-Sets «alles drin» kosten das Dreifache der Einzelteile und nehmen dem Kind die halbe Arbeit ab: Vorgestanzte Teile zusammenkleben ist Montage, nicht Basteln. Spezialwerkzeug (Zackenscheren-Sets, Stanzer in zwölf Formen) wird zweimal benutzt und wandert in die Schublade — eine gute Kinderschere schlägt alles. Teurer «Bastelschnee» aus der Tube verliert gegen Watte, Salz und Grieß auf jeder Ebene außer dem Preis. Und Glitzerkleber-Stifte: verlockend, aber sie trocknen langsam, schmieren tagelang und sind der häufigste Grund ruinierter Werke kurz vor der Abgabe — normaler Kleber plus Tauch-Glitzer gewinnt.

Was sich dagegen wirklich lohnt: ein großer Vorrat Bastelkleber (er ist IMMER zuerst leer), stabiler Fotokarton statt dünnem Tonpapier für alles Tragende, und elektrische Teelichter im Mehrpack — sie adeln jede zweite Bastelei und kosten im Zehnerpack fast nichts.

Bastel-Adventskalender: Warten mit Plan

Eine Idee für Familien, deren Kinder die Tage bis Heiligabend zählen — also für alle: ein Adventskalender, hinter dessen Türchen keine Schokolade steckt, sondern Werkstatt-Aufträge. Vierundzwanzig Papiertaschen an einer Schnur (der Kalender selbst ist die Bastelei des ersten Dezembers!), darin Zettel: «heute schneiden wir Schneeflocken», «Karte für Oma», «Zapfen bemalen». Nach Kräften mischen: lange Projekte aufs Wochenende, Fünf-Minuten-Aufträge in die Woche, zwei, drei «Joker» wie «Kakao trinken und Weihnachtsfilm» für Tage, an denen niemand mehr kann. Zum Fest steht die komplette Deko, alle Geschenke sind fertig — und das Kind hatte einen Monat verteilter Vorfreude statt einer einzigen Explosion am 24. Der psychologische Bonus ist der wertvollste: Warten und Vorfreude dosieren lernt man genau so.

Dezember-Werkstatt planen

Damit das Weihnachtsbasteln mit Kindern die Abende schmückt statt auffrisst, hilft der Drei-Sessions-Kalender. Anfang Dezember: die «langen» Projekte mit Trockenzeiten — Salzteig, Faden-Bäume und -Kugeln. Mitte Dezember: Basar-Komposition und Baumschmuck. Die Zwanziger: Karten und Geschenke für die Verwandtschaft — schnell gemacht, am längsten in Erinnerung. Material sammeln Sie ab Herbst: Rollen, Zapfen, Kartons — die Dezember-Werkstatt besteht zu zwei Dritteln aus Dingen, die sonst im Müll landen. Und kalkulieren Sie die Kondition der Mannschaft ehrlich: Eine fertige Bastelei pro Woche mit zufriedenem Kind schlägt fünf halbfertige mit erschöpftem. Bei Geschwistern verschiedener Alter wählen Sie Projekte mit «Etagen»: Der Wattepad-Schneemann des Kleinen und das Fensterbild des Großen entstehen am selben Tisch, und niemand sitzt auf der Ersatzbank.

Probieren Sie

Machen Sie den «Werkstattabend» zum Ritual: einmal pro Woche nach dem Abendessen — Tisch abgedeckt, Lichterkette an, Mandarinen daneben, die Familie klebt und knetet zur Lieblingsmusik. Kinder erinnern sich nicht an die Basteleien, sondern an diese Abende; die Basteleien sind am Ende nur die glitzernden Beweisstücke daran.

Wenn das Kind nicht mitmachen will

Auch das gehört zur ehrlichen Dezember-Wahrheit: Manchmal sitzt die Familie voller Vorfreude am gedeckten Basteltisch — und das Kind will nicht. Drei häufige Gründe, drei Auswege. Zu schwer gewählt: Wenn die ersten zwei Schritte misslingen, steigt jedes Kind aus — eine Stufe einfacher wählen und den Einstieg garantiert gelingen lassen (Watte streuen kann jeder). Zu lange gewartet: Ein müdes Kind um sechs Uhr abends bastelt nicht, es erträgt — Werkstattzeit auf den Nachmittag oder das Wochenend-Vormittagslicht legen. Und das Häufigste: zu viel Regie. «Nicht so, der Stern kommt nach oben, lass mich mal» — nach drei solchen Sätzen ist die Motivation verlässlich am Boden. Der Ausweg heißt Parallelbasteln: Sie bauen IHR Bäumchen, das Kind seins, Ratschläge nur auf Anfrage. Erstaunlich oft wird aus dem «will nicht» ein «zeig mal», sobald niemand mehr dirigiert.

Und wenn gar nichts zieht: Es gibt Kinder, denen Kleben und Schneiden schlicht wenig gibt — dafür backen, bauen oder dekorieren sie mit Feuereifer. Die Naschwerkstatt, das Lichterketten-Aufhängen und das Geschenke-Verpacken sind vollwertige Dezember-Beiträge; niemand muss Schneeflocken schneiden, um dazuzugehören.

Nach Alter: die kurze Werkstatt-Karte

Zum Nachschlagen ohne Zurückblättern. Zwei bis drei Jahre: Kleben großer fertiger Teile (Pads, Wattekugeln), Abdrücke, «Schnee» streuen — Operationen der Sorte «drauflegen und andrücken». Vier bis fünf: Schere auf gerader Linie, Umfahren, Auffädeln, Salzteig — es entstehen Arbeiten, die man ohne Beschriftung erkennt. Fünf bis sieben: Schneeflocken, Kleister-Fäden, Socken-Schneemänner — mehrstufige Projekte mit aufgeschobenem Ergebnis, Geduldstraining inklusive. Schulkinder: Fensterbilder mit Feinschnitt, Bügelperlen, Lebkuchenhäuser, Kompositionen mit «Statik» — hier ist das Kind Autor und Sie nur noch Assistenz für gefährliche Operationen. Die Übergaberegel zwischen den Etagen ist simpel: Neue Technik einmal am eigenen Stück zeigen, dann den Prozess vollständig abgeben — jedes «gib her, ich mach das schnell» senkt den Wert der Arbeit in Kinderaugen sofort.

Was Sie vermeiden sollten

  • «Auf Eins» basteln statt mit dem Kind: Der Kita-Basar ist keine Elternmeisterschaft — der schiefe Kinderbaum schlägt Papas Meisterwerk.
  • Heißkleber, Backofen und Sprühfarbe in Kinderhände: Erwachsenenoperationen. Kinderzone sind Bastelkleber, Pinsel und Teig.
  • Projekte mit Trockenzeit am Abend vor der Abgabe starten: Salzteig und Kleister-Fäden brauchen ihre Zeit — Kalender schlägt Hoffnung.
  • Echte Kerzen in Kinderbasteleien und auf Basaren: ausschließlich elektrische Teelichter.
  • Vorjahresarbeiten vor dem Kind entsorgen: Für das Kind ist das ein Stück von sich; die «Meister-Archiv»-Kiste einmal jährlich durchzusehen ist ein eigenes Vergnügen.
  • Die Werkstatt in Werkunterricht mit Noten verwandeln: «klebe ordentlicher», «mach neu» — und in einer halben Stunde basteln Sie allein.

Noch ein Wort zur Ernte-Lagerung: Teig- und Fadenschmuck in einer Kiste mit Watte übersteht bis zum nächsten Dezember — und wird zum Anfang einer Familiensammlung. In fünf Jahren erzählt ein Baum, geschmückt mit Arbeiten aus verschiedenen Jahren, die Familiengeschichte besser als jedes Fotoalbum; die eingeritzte Jahreszahl auf jedem Stück beendet künftige «meins!»-Debatten gleich mit.

Und zum Schluss die ehrliche Erinnerung an den Sinn: In zehn Jahren weiß niemand mehr, ob die Komposition auf dem Basar gewonnen hat. Bleiben werden der Duft von Mandarinen und Kleister, die Küche voller Glitzer und das gemeinsame Warten, bis die Fadenkugel trocknet. Weihnachtsbasteln ist eine Maschine zur Herstellung solcher Erinnerungen — geben Sie ruhig Gas.

Häufige Fragen

Was kann man mit Kindern zu Weihnachten basteln?

Die dankbarsten Ideen nach Alter: Tannenbaum aus Handabdrücken und Schneemann aus Wattepads (ab 2), Zapfen-Bäumchen und Papierketten (ab 3), Salzteig-Anhänger und Fadensterne (ab 5), Fensterbilder und gewebte Sterne für Schulkinder.

Im Artikel stehen alle achtzehn Ideen mit Material, Schritten, Zeit und dem Alter, ab dem Kinder fast alles allein schaffen.

Was kann man für den Weihnachtsbasar basteln?

Basar-Klassiker, die sich gut verkaufen: Salzteig-Anhänger mit Band, Schnee-Windlichter aus Gläsern, Zapfen-Wichtel, Fadensterne und kleine «Winterwald»-Kompositionen auf einer Platte. Alles stapelbar, transportfest und in Serie machbar.

Wichtig für den Basar: lieber zehn einfache, saubere Stücke als ein kompliziertes — und Bänder gleich zum Aufhängen dran — Basar-Käufer greifen zu, was sofort an den Baum kann.

Welches Salzteig-Rezept funktioniert zuverlässig?

Die bewährte Formel: eine Tasse Mehl, eine halbe Tasse Salz, eine halbe Tasse Wasser — kneten, ausrollen, mit Plätzchenformen ausstechen, Loch mit dem Strohhalm. Trocknen: zwei Tage auf der Heizung oder bei 75–100 Grad zwei bis drei Stunden im Ofen.

Bemalen erst nach dem vollständigen Trocknen; danach hält der Schmuck Jahre — Jahreszahl auf die Rückseite nicht vergessen.

Was kann man mit Kindern unter 3 zu Weihnachten basteln?

Alles mit großen Teilen und großen Bewegungen: Schneemann aus drei Wattepads, Tannenbaum aus aufgeklebten Papierstreifen, Salzteig kneten und ausstechen (Backen übernehmen Sie), Schnee aus Watte auf fertige Formen tupfen.

Schere, Heißkleber und Backofen bleiben komplett in Erwachsenenhand — die Kleinen kleben, drücken und bestreuen.

Wann sollte man mit dem Weihnachtsbasteln anfangen?

Anfang Dezember für Projekte mit Trockenzeit (Salzteig, Fadensterne), Mitte Dezember für Basar und Baumschmuck, die Woche vor dem Fest für Karten und Geschenke. So verteilt sich die Bastelei, statt sich am 22. zu stauen.

Materialien wie Klopapierrollen, Zapfen und Gläser am besten schon ab Herbst sammeln — kostet nichts und liegt dann bereit.

Anna Weber
Anna Weber

Autorin und Redakteurin bei Umnikids, Mutter von zwei Kindern. Sie arbeitet sich durch verlässliche Quellen und macht daraus ruhige Schritt-für-Schritt-Pläne für müde Eltern. Über die Autorin.

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